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Festakt zum Anlass der Ordensverleihung "Gregorio Magno"
mit Stern
an Prof. Dr. Josef Rötzer am 16. Juni 2002.
Wichtige Daten zur Person Prof. Dr. Rötzer
zusammengestellt von Elisabeth Rötzer
Geboren am 21. 03. 1920 in Wien. Volksschule und Realgymnasium
in Wien. Beginn des Medizinstudiums Wintersemester 1941/1942 in
Wien. Heirat mit Margareta Kramann am 17. November 1945 in
Vöcklabruck. Geburt des ersten Kindes im Januar 1947. Bis 1956
folgen noch weitere vier Kinder. Promotion zum Dr. univ. med. an
der Universität in Wien am 15.07.1947.
Zuerst Tätigkeit am Pathologischen Anatomischen Institut der
Universität in Wien bis Juli 1949, dann Krankenhausausbildung.
Seit 01.01.1951 Amtsarzt beim Land Oberösterreich in Vöcklabruck.
Seit März 1951 - mit Unterstützung seiner Frau Margareta
- neue Erkenntnisse für die praktische Anwendung der Natürlichen
Empfängnisregelung erarbeitet und im Rahmen des amtsärztlichen
Dienstes einen Beratungsdienst für Natürliche Empfängnisregelung
eingeführt. Auf Grund der erzielten Fortschritte finanzierte
die österreichische Bischofskonferenz die Freistellung vom
amtsärztlichen Dienst vom 1. September 1966 bis 31. Dezember
1974, damit weitere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Natürlichen
Empfängnisregelung durchgeführt werden konnten. Seit der
Pensionierung führt Dr. Rötzer als Autor und Wissenschaftler
die Arbeit im Sinne der kirchlichen Lehre unabhängig von einer
Trägerschaft durch.
Hauptarbeitsgebiete:
- Beratungsdienste, Forschungsarbeiten und Ausbildung von Lehrkräften
über Natürliche Empfängnisregelung
- Beiträge einer medizinischen Anthropologie in der Bedeutung
für das biblische und christliche Menschenbild
Innerhalb der o.a. Tätigkeit auf dem Gebiet der Natürlichen
Empfängnisregelung wurde als verlässlichste Vorgangsweise
die erste echte sympto-thermale Methode entwickelt, die 1965 erstmals
für Ehepaare in einem Sachbuch (1) und 1968 erstmals in einer
medizinischen Fachzeitschrift (2) publiziert worden ist. In den
Standardwerken der Gynäkologie (3) ist die Urheberschaft dieser
Vorgangsweise zu ersehen- "sympto-thermale Methode nach Rötzer".
Neben Gastvorlesungen an verschiedenen Universitäten wurden
Dr. Rötzer Lehraufträge für Pastoralmedizin an den
Universitäten Innsbruck (Österreich) und Regensburg (Deutschland)
erteilt. Ein weiterer Lehrauftrag wurde für die philosophisch-theologische
Lehranstalt Linz/ Donau (Österreich), sowie eine Dozentur für
Pastoralmedizin an der philosophisch-theologischen Lehranstalt der
Diözese St. Pölten (Österreich) erteilt. Es folgte
eine Beiziehung bzw. die Übertragung der Leitung von zahlreichen
Ausbildungskursen in der Natürlichen Empfängnisregelung
auch in Übersee, U.S.A., Neuseeland, Australien, Hongkong,
Japan, Taiwan.
Das Buch Natürliche Empfängnisregelung
(4) ist derzeit in der 36. Auflage im Handel und liegt mittlerweile
in 16 Sprachen und in einer Sonderausgabe übersetzt vor.
Berufung zur Teilnahme als Auditor an der Welt-Bischofssynode 1980
in Rom über Ehe und Familie. Zur Förderung der Natürlichen
Empfängnisregelung wurde 1986 das Institut für Natürliche
Empfängnisregelung Prof. Dr. med. Rötzer (INER) zunächst
für den deutschen Sprachraum (Deutschland, Österreich,
Schweiz mit Fürstentum Liechtenstein, Deutsch-Südtirol
in Italien) gegründet, zu dessen Hauptaufgaben die Ausbildung
und Fortbildung von Multiplikatoren zählt. Begegnungen mit
anderen Ländern haben dazu geführt, dass es auch zur Bildung
von INER Italia, INER Polen, INER Kroatien und INER Paraguay kam.
1990 Überreichung des päpstlichen Ordens "Komturritter
des Hl.Gregor des Großen" in Rom. Im Dezember 1992 verlieh
der österreichische Bundespräsident Dr. Rötzer den
Berufstitel Professor. 1999 veröffentlichte Dr. Rötzer
ein Lehrbuch für Ärzte und interessierte Ehepaare (5).
Wichtigste Grundlage für diese NER-Arbeit - gerade auch für
die Zukunft - ist die Zusammenarbeit mit vielen Frauen/Ehepaaren,
die schon bisher eine Archivierung von mehr als 300.000 Zyklen von
mehr als 7000 Frauen ermöglicht hat.
Literatur
- Rötzer, J.: Kinderzahl und Liebesehe. Ein Leitfaden zur
Regelung der Empfängnis. Herder, Wien 1965, 9 Auflagen. (Als
Fortsetzung dieses Leitfadens erschien 1979 das Buch "Natürliche
Geburtenregelung".)
- Rötzer, J.: Erweiterte Basaltemperaturmessung und Empfängnisregelung.
Arch.Gynäk.206 (1968) 195-214.
- z.B. Döring, G.K.: Empfängnisverhütung, Ein
Leitfaden für Ärzte und Studenten, 12. Aufl., Thieme
Verlag 1990, Seite 24.
Wulf, K.-H., Schmidt-Matthiesen H.: Klinik der Frauenheilkunde
und Geburtshilfe, Handbuch in 12 Bänden, Band 2, 3.Aufl.
1996, Seite 256, Verlag Urban & Schwarzenberg,
Diedrich, K. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe, Springer,
Berlin 2000, Seite 6
Die sympto-therrnale Methode: Kurzinformation für Ärztinnen
und Ärzte mit Literatur bei INER-Österreich, E.Rötzer,
Vorstadt 6, A-4840 Vöcklabruck erhältlich.
- Rötzer, J.: Natürliche Empfängnisregelung. Die
sympto-thermale Methode - Der partnerschaftliche Weg. Herder,
26. Auflage 2001. Damit sind seit 1965 35 Auflagen des Leitfadens
erschienen. Übersetzungsliste beim Verfasser erhältlich
(s. Sprachen).
- Rötzer, J.: Der persönliche Zyklus der Frau. Von der
Vorpubertät bis in die Wechseljahre. Herder 1999
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